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Das Werk von Parat in China stand wegen des grassierenden Coronavirus zwei Wochen still. Erkrankt ist bisher kein Mitarbeiter, einige mussten aber bereits in Quarantäne. −Foto: Parat
 
Das Werk von Parat in China stand wegen des grassierenden Coronavirus zwei Wochen still. Erkrankt ist bisher kein Mitarbeiter, einige mussten aber bereits in Quarantäne. −Foto: Parat

82.000 Erkrankte, knapp 2800 Tote – diese Zahlen machen derzeit Menschen auf der ganzen Welt Angst. Das Coronavirus breitet sich mit rasender Geschwindigkeit aus, auch in Deutschland gibt es immer mehr Fälle. Die meisten Infektionen gibt es in China. Dort legt das Virus das öffentliche Leben lahm. Das bekommen auch Unternehmen aus Freyung-Grafenau zu spüren. Und zwar die, die in und mit China Geschäfte machen oder dort gar einen Standort haben. Wie etwa die Firmen Parat aus Neureichenau oder Sesotec aus Schönberg.

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Das erst im Dezember eröffnete Werk von Parat in Nantong bei Shanghai stand wegen des Coronavirus bereits zwei Wochen still – zu groß war die Gefahr, dass sich das Virus ausbreitet. Am 17. Februar öffnete der Standort wieder, allerdings unter strengen Auflagen. Notfallplan, Mitarbeiterschulung, Produktion nur mit Atemschutzmaske – all das verlangt die chinesische Regierung. Einen Corona-Fall gibt es unter den 45 chinesischen Parat-Mitarbeitern noch nicht, aber viele mussten in eine 14-tägige Quarantäne. Und zwar die, die rund ums chinesische Neujahrsfest in der Provinz Hubei waren, das als Epizentrum der Epidemie gilt.

Doch wie funktioniert momentan der personelle Austausch zwischen der Parat-Hauptstelle in Neureichenau und Nantong? Die Antwort: Gar nicht. "Wir haben derzeit einen Reisestopp nach China und von China nach Deutschland verhängt", teilt das Unternehmen mit. Auch die Firma Sesotec, die ein Vertriebsbüro im Raum Shanghai hat, schickt derzeit keine deutschen Mitarbeiter nach China oder umgekehrt. Im Mai soll aber eine chinesische Delegation nach Schönberg reisen. "Da muss man mal abwarten, wie sich die Situation in China entwickelt", sagt eine Sesotec-Sprecherin.

 

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